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Wie komme ich an die relevanten Themen? Auswahl von Themenschwerpunkten

Als erstes gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen: Welche Themen sind aus Ihrer Sicht  für Ihren Arbeitsbereich bzw. Ihren Arbeitsalltag besonders relevant?

Auswahl von relevanten Themen

Sie haben vermutlich einen ersten Blick in Ihren Ergebnisbericht geworfen. Für das Anstoßen der Umsetzungsphase ist es wichtig, nicht zu viele Themen auf einmal anzugehen, sondern Schwerpunkte zu setzen.

Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Prioritäten zu setzen:

  • Priorisierung aufgrund der Ergebnisse (Fokus auf das, was schlecht, aber auch auf das, was besonders gut läuft) - beiden „Extremen“ Aufmerksamkeit schenken
  • Priorisierung aufgrund der Wichtigkeit mancher Themenkomplexe für den eigenen Arbeitsbereich / den Arbeitsbereich des Teams oder aufgrund der Situation
  • Priorisierung aufgrund eines subjektiven Empfindens zu einer Thematik, evtl. stört Sie oder Ihre Mitarbeitenden eine gewisse Problematik sehr oder schon seit langem
  • Priorisierung aufgrund des höchsten Nutzens oder des schnellsten Effektes für das Team und ggf. mit Wirkung auf andere Themen

4-Felder-Schema

Außerdem kann das folgende Schema helfen, Klarheit über die eigenen Themen zu bekommen. Neben der Achse der Bewertung wird eine zweite Achse aufgemacht, nämlich die der Wichtigkeit. Daraus ergeben sich 4 Felder und die daraus folgenden Konsequenzen. Sie können also die Themen bzw. Fragen aus Ihrem Ergebnisbericht in dieses 4-Felder-Schema einsortieren, um zu den Themen zu gelangen, die wirklich relevant und bearbeitungswürdig sind. Oder anders ausgedrückt:

Was sind die Themen, bei denen die Bewertung eher im niedrigen Bereich liegt und deren Wichtigkeit (bzw. Priorität, siehe Empfehlungen oben) Sie oder Ihre Mitarbeitenden als hoch einschätzen würden?

Was kommt auf die Agenda?

Ihre Priorisierung der Themen für die weitere Bearbeitung kann also der obenstehenden Matrix folgen. Dann stehen die Themen auf Ihrer Agenda, die in den oberen 2 Feldern landen. Damit wird dann nicht jedes Thema automatisch bearbeitet, nur weil es eine schlechtere Bewertung hat, sondern nur dann, wenn es auch wichtig genug erscheint.

Der Circle of Influence:

Neben diesem Vier-Felder-Schema spielt aber noch eine zweite Ebene eine Rolle, nämlich, wie viel Einfluss Sie selbst auf das jeweilige Thema nehmen können oder anders ausgedrückt: Wie sehr sind Sie bei einem Thema auf Unterstützung von anderen, z. B. der Hausleitung, angewiesen? Hier möchten wir Sie mit dem „Circle of Influence“ vertraut machen. Der Circle of Influence ist ein Konzept von Stephen Covey, das Ihnen hilft, den Fokus in Veränderungsprozessen auf die richtigen Stellschrauben zu lenken, um so die Energien und Ressourcen bestmöglich zu nutzen.  

Was steckt jetzt hinter dieser Idee des Circle of Influence?

Circle of Influence

Mithilfe des Modells können Sie Facetten eines Veränderungsprozesses in 3 Bereiche einordnen:

 

Den Circle of Control

 

Den Circle of Influence

 

Den Circle of Concern

Videotext

Wenn Sie den gesprochenen Text mitlesen möchten, dann klicken Sie hier.

Einsortieren Ihrer Themen:

Nachdem Sie die priorisierten Themen ggf. mithilfe des Vier-Felder-Schemas herausgearbeitet haben, können Sie diese nun den unterschiedlichen Bereichen des Circle of Influence zuordnen.  

Ziel ist es, sich zunächst auf den Bereich der eigenen Kontrolle zu konzentrieren. Dadurch können Sie die eigenen Ressourcen gezielter einsetzen und erreichen schneller Ergebnisse. Gleichzeitig wird Frustration vermieden, wenn Sie sich von Themen fernhalten, auf die Sie keinen direkten Einfluss haben.

Weniger ist manchmal mehr

Investieren Sie Ihre Energie und die eigenen Ressourcen vornehmlich in die Themen, die tatsächlich für Sie direkt veränderbar sind, im Bereich Ihrer Kontrolle liegen.

Manchmal gibt es Themen, die, auch wenn sie unmittelbar wichtig sind, nicht im Kreis Ihrer Kontrolle liegen. In diesen Fällen sollten Sie sich fragen, was Sie in Bezug auf diese Themen tun können und was Sie nicht tun können. Es gilt, realistisch zu sein, zu akzeptieren, dass Sie eine Verbesserung an dieser Stelle nur indirekt beeinflussen können.

Gleichzeitig bedeutet es nicht, dass Sie diese Problematik dann einfach hinnehmen sollten. Sondern fragen Sie sich:

„Was kann ich unter diesen Rahmenbedingungen Sinnvolles tun, ohne bei Misserfolg mein Engagement zu bereuen?“

Ein erster Schritt kann sein, diese Problematik an Akteur:innen zu kommunizieren, die einen gewissen Einfluss auf die Thematik haben. Möglicherweise trägt es dazu bei, dass sich Ihre Vorgesetzten und/oder andere Entscheidungsträger:innen mit der Thematik auseinandersetzen.

Selbst, wenn Sie das Gefühl haben, dass die Thematik der höheren Ebene bereits bekannt sein müsste, kann es sinnvoll sein, die Meinung des Teams ebenfalls nach oben weiterzugeben. So können höhere Entscheidungsträger:innen das Ausmaß und die Relevanz des Themas besser abschätzen und die Wahrscheinlichkeit, dass Änderungen vorgenommen werden, steigt. Es kann dazu beitragen, dass, sollte das Thema in Zukunft wieder aufkommen, Sie in den Veränderungsprozess miteinbezogen werden.  

Transparente Kommunikation der Themen, die außerhalb des Kreises Ihrer Kontrolle liegen, ist nicht nur gegenüber höheren Hierarchieebenen ein guter Leitsatz, sondern ebenso gegenüber Ihren Teammitgliedern.

Insgesamt ist es hilfreich, sich auf wenige Dinge zu konzentrieren und erst, wenn erste bereits abgehakt werden konnten, sich nach und nach weiteren Themen zuzuwenden.

,,Mein Rat an Führungskräfte: Nehmen Sie sich lieber maximal drei Themen vor, um die Sie sich dann auch tatsächlich kümmern können – auch zeitlich – und wo Sie wahrnehmbare Veränderungen schaffen können, statt acht oder zehn Themen gleichzeitig anzugehen, für deren Bewältigung aber dann irgendwann doch die Zeit fehlt.“ – Dr. Axel Theobald, Rogator AG im LWL Podcast „Weiter hören".

Sie haben die Wahl:

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